Für die Mingo Blogparade “Entrpreneurship” will ich einen Beitrag aus der soziologischen Perspektive leisten. Falls manche Thesen nicht ganz klar sind, versuche ich in den Kommentaren noch mal deutlicher zu werden.
Auf Business Schools werden Unternehmer meist als gute Entscheider betitelt. Aber was macht einen guten Entscheider aus? Wissen Entscheider mehr über den einzuschlagenden Weg? Zumeist werden gute Entscheidungen guten Gründen zugeschrieben und somit müssten Unternehmer sehr viel wissen, da sie ja sonst keine guten Gründe hätten. Das man gute Gründe auch ohne Wissen haben kann, macht aber vielleicht genau den guten Unternehmer aus.
Herkömmlicherweise beschreibt man Entscheider also als Wissende. Folgt man aber den Ausführungen von Armin Nassehi
so entsteht erst dann eine Entscheidungssituation, wenn man eben nicht weiß, wie man sich zu entscheiden hat und nach guten Gründen suchen muss um eine Asymetrie im Entscheidungsprozess herzustellen. Unternehmer stehen also vor viel Nicht-Wissen. Sie wissen oft nicht, ob ihr Produkt oder Service überhaupt einen Markt hat. Sie wissen nicht, ob sich ihr Businessmodell rechnen wird. Sie wissen nicht wie die Konjunkur im kommenden Jahr aussehen wird. Und vieles mehr wissen Unternehmer nicht. Aber trotz all dem Nicht-Wissen oder gerade wegen dem Nicht-Wissen sind sie gute Entscheider und nehmen das Risiko einer möglichen “falschen” Entscheidung auf sich und entscheiden einfach. Damit die Entscheidung auch dann nicht zur Gefahr für den Entscheider wird, wenn die Entscheidung evtl. falsch war, bezieht man sich z.B. auf Statistiken, andere Experten, eigenen Erfahrungen oder einfach dem Gefühl. Letztlich muss man sich aber erst entscheiden, wenn man nicht weiß wie man sich zu entscheiden hat. Sonst müsste der Unternehmer nicht entscheiden, sondern einfach tun was man tun muss.
Unternehmer sind aber nicht nur gute Entscheider, sondern auch meist Experten auf einem Gebiet. D.h. sie müssen sich bei vielen Dingen, die sie tun eben nicht entscheiden, weil sie es in der Praxis einfach tun. Somit sind Unternehmer auch Nicht-Entscheider, sondern wie man so schön umgangssprachlich sagt “Macher”. Entweder verkaufen Sie ihre eigene entscheidungsfreie Praxis anderen oder aber sie stellen Leute ein, die so viel über eine Praxis wissen, dass sie die Entscheidung für andere abnehmen, weil sie eben sich gar nicht entscheiden müssen.
Schließlich besitzen Unternehmer auch einen Habitus eines Unternehmers. Diesen eignet man sich auf Business Schools an oder wächst darin auf. Der Habitus kaschiert zum einen, dass der Unternehmer Entscheidungen treffen muss und eben nicht genau weiß ob es die richtige Entscheidung war und zum anderen, dass der Unternehmer oder seine Angestellte eine Praxis beherrschen, die entscheidungsfrei anderen Unternehmen oder dem Endkunden weiterhilft. Manchen stößt dieser Habitus negativ auf und es gibt auch andere etwas mildere Ausprägungen, die weniger präpotent daherkommen. Der unternehmerische Habitus ist aber sehr wichtig, da nur dadurch neue Kunden gewonnen werden können.
Über Förderprogramme zu schreiben finde ich ziemlich sinnlos, deshalb endet hier mein Beitrag zur Blogparade.
Eine wesentliche Ressource unserer Gesellschaft sei die Fremdheit, schreibt Armin Nassehi in seinem, auch für Nicht-Soziologen, lesbaren Buch “mit dem Taxi durch die Gesellschaft”. Er begründet es darauf, dass in urbanen Räumen das Zusammenleben nur möglich sei, wenn man distanziert anonym bleiben könne und die Kommunikation in weiten Teilen auf die Kommunikationsmedien reduziert ist. Es gibt sozusagen ein Gemeinwohl aus Fremden.
Wenn man sich jetzt aber das Social Web ansieht, laufen einem pausenlos neue Gruppen über den Weg. Es scheint ja gerade so vor Geselligkeit zu strotzen. Aus soziologischer Sicht haben Gruppen, sehr vereinfacht ausgedrückt, zwei wesentliche Merkmale: Gruppen sind gesellig und haben ein gemeinsames Ziel. Ich glaube, im Social Web muss man Geselligkeit neu definieren. Die grenzenlose Vernetzung mit Freunden, Bekannten, Geschäftspartnern und Gleichgesinnten gibt einem das Gefühl der Geselligkeit. Man ist nie alleine, aber auch immer fremd, wenn man will.
Fremd ist man sich auch im Social Web. Man trifft nur funktional aufeinander. Man bildet quasi punktuelle Interessensgemeinschaften neben seinen engen Freunden und Bekannten der Peergroup. Ein kurzes Posting auf einer Wall bildet für einige Sätze eine Gruppe, die sich um ein Thema unterhält. Im nächsten Augenblick kann man sich aber wieder ignorieren. Man kann sich Profile von anderen ansehen und ist so ganz kurz nicht distanziert und doch bleibt man es. Auch wenn Aktivität im Social Web natürlich immer zur Geselligkeit anregt. Das Social Web ermöglicht das schnelle Umschalten von Fremdheit und Geselligkeit. Ist das das ein Erfolgsgeheimnis von Social Media?
Das Neue an Social Media soll ja die Interaktion sein und der Dialog auf Augenhöhe. Gerade Organisationen betonen dies immer, wenn Sie danach gefragt werden, warum sie Social Media nutzen. Aber sind denn Social Networks Interaktionssysteme?
Luhmann beschreibt Kommunikation als einen Selektionsprozess von Information, Mitteilung und Verstehen. Dieser Dreiklang wird auch in anderen üblichen Kommunikationstheorien gepflegt. Luhmann versteht diese Selektionsmöglichkeiten jedoch nicht im klassischen Sender-Empfänger-Prinzip, sondern dreht sie um und setzt für jeden mitteilenden Sprecher schon immer ein verstehendes Publikum vorraus. Wenn es um Kommunikation in Massenmedien geht, kommen an dieser Stelle Öffentlichkeiten ins Spiel. Richtig gelesen: Öffentlichkeiten!
Aus Dank für die Motivation und weil es einfach gut passt, zitiere ich hier Hannes Offenbacher: Seine Social Media Präsentation trägt den Titel “Die Rückkehr des Dörflichen” (korrekt Hannes?). Ohne seine Präsentation zu kennen, wage ich diesen Gedanken hier aufzunehmen. Social Networks haben den Charakter einer dörflichen Gemeinschaft. Jeder kennt jeden und alle reden miteinander. Aber wenn man diesen Vergleich wirklich ernst nimmt, müssten in einem Dorf immer alle auf dem Hauptplatz stehen und einer schreit in die Runde, was er gerade denkt. Oder besser gesagt, müsste das Dorf so klein, dass man überall jeden bei allen Tätigkeiten hören kann und man immer allen zuschreien kann, was man gerade tut.
Richtig ist, dass Facebook und Co. die Welt wieder kleiner macht, genauso wie alle anderen Massenmedien. Nur ist Facebook ein Massenmedium für Individuen. Jeder ist ein massenmedialer Sender und spricht zu seiner persönlichen Öffentlichkeit. Bevor man seine Statusmeldung aktualisiert findet eine Selektion der Information statt, die die Erwartungserwartung der Öffentlichkeit miteinschließt. Dörflich ist aber auch die Vernetzung von Wenigen zu Gruppen und persönlichen Netzwerken. In meinem nächsten Beitrag werde ich mich deshalb mit dem Gruppenbegriff beschäftigen um rauszufinden, ob Social Networks eine neue Art von Gruppe(n) ist.
Gestern ermutigte mich Hannes Offenbacher an meinem Projekt festzuhalten, über Social Media unter einem soziologischen Blickwinkel zu schreiben. Es gab ja schon in der Vergangenheit einige Beiträge von mir zu Facebook, die zwiespältig aufgenommen wurden. Die teilweise etwas rüde Kritik an den Postings hat mich aber eher bestätigt, dass es längst an der Zeit ist, der rein technischen Sicht von Social Media eine sozialwissenschaftliche hinzuzufügen.
Es gibt sicher schon einige Institute, die sich ernsthaft wissenschaftlich mit diesem Thema befassen. Deshalb erhebe ich hier nicht den Anspruch eine wissenschafftliche Arbeit abzuliefern, sondern möchte meine aus der Praxis gesammelten Erfahrungen mit meinem soziologischen Background anreichern. Ich werde nicht nur über Social Media an sich schreiben, sondern auch über Organisationen, die nun mit Social Media umgehen (lernen) müssen. Allein schon der Wildwuchs an Social Media Experten und Agenturen wäre einen eigenen Blog wert.
Dennoch werde ich brav zitieren und euch auch etwas soziologische Theorie zu meinen Überlegungen servieren. Ohne geht es halt doch nicht. Dafür muss ich mich natürlich wieder in meine kleine aber feine sozialwissenschaftliche Bibliothek wühlen, um meine Praxiserfahrung mit einer soziologische Beobachtung zweiter Ordnung zu versehen. Der findige Leser wird evtl. schon bemerkt haben, dass ich sehr systemtheoretisch geprägt wurde. Trotzdem werde ich versuchen auch andere soziologische Paradigmen aufzunehmen.
Leider sind meine alten Beträge über Facebook einem fehlerhaftem Backup und meinem Relaunch zum Opfer gefallen. Das macht aber nichts, weil sich Gesellschaft nicht so schnell ändert und die Überlegungen nur wieder aufzuschreiben sind. Das Hauptziel dieses Projekts ist Anschlusskommunikation zu provozieren. Jeder emotional kritische oder sachliche Kommentar ist deshalb mehr als erwünscht. Meine Aufregung und Lust steigt und morgen werde ich gleich der Frage nachgehen, ob Social Media Interaktionssysteme sind.
Dies ist ein Google Adwords Tutorial. Google Adwords ist ein sehr einfaches und effizientes Online Marketing Instrument. Damit das Maximum aus einer Kampagne geholt werden kann, muss man sich Wissen aneignen. Diese Google Adwords Einführung bringt Ihnen den erfolgreichsten Performance Marketing Kanal aller Zeiten näher und spart somit wahrscheinlich viel Geld.
In 45 Sekunden erklärt Google wie Google Adwords funktioniert:
Merken Sie sich aus dem Video folgende 5 Punkte über Google Adwords:
Sie zahlen erst, wenn der User auf ihre Anzeige geklickt hat. Dies nennt man Cost per Click (CPC).
Sie können selbst entscheiden, wie hoch ihr Budget ist.
Sie können beliebig viele Keywords definieren, über die ihre Anzeige gefunden werden soll.
Sie können verschiedene Varianten von Anzeigen selbst entwerfen.
Sie können Ihre Anzeigen regional aussteuern.
Sie sollten sich aber zu den jeweiligen Punkten auch gleich noch folgendes merken:
Bei Google Adwords entscheidet auch die Qualität der Kampagne über ihre Anzeigenposition und somit auch über ihren CPC.
Auch wenn es ein Umdenken verlangt, aber nicht das Budget sondern der Erfolg soll über die Rahmenbedinungen ihrer Kampagne entscheiden.
Nicht die Maße der Keywords, sondern die Qualität und die Struktur der Kampagne, ist ausschlaggebend für den Erfolg.
Bei Anzeigen liegt der Teufel im Detail. Hier heißt es testen, testen, testen und von den Erfahrungen anderer profitieren.
Immer abhängig von Ihrem Business sollte die regionale Aussteuerung erfolgen. Aber denken Sie daran, dass das Internet keine Grenzen kennt.
Im nächsten Teil des Tutorials zeige ich auf, wie man beim Setup einer Kampagne vorgehen sollte um sich für später viel Arbeit zu ersparen.
Die Carl von Ossietzky Universität in Oldenbourg hat eine empirische Studie durchgeführt mit der Fragestellung “Wie nutzen Deutschlands größte Marken Social Media?” Ich hab mir die Studie durchgelesen und geb euch ein kurzes Abstract davon:
60% der größten Marken verwenden Social Media.
Nur 5% davon benutzen Facebook, Twitter, YouTube und Blogs zusammen.
Twitter ist das beliebteste Social Media Instrument.
Unternehmen aus Telekommunikation und Unterhaltungselektronik sind führend.
Je aktiver ein Unternehmen in Social Media ist, desto größer ist die Resonanz der Internet User.
Vor allem der letzte Punkt hat mich nun genauer interessiert und werde diesen hier kurz ausführen:
Grundsetzlich kann die These bewiesen werden, dass viel Aktivität zu viel Resonanz führt. Jedoch ist das nicht durchgängig der Fall. Die Marken Hornbach, Friendscout24 und T-Mobile hatten zwar eine hohe Aktivitätsrate aber nur geringe Resonanz. Man müsste sich jetzt im Detail ansehen, ob hier die falsche Strategie gewählt wurde. Denn eines ist klar, sobald Social Media als reines Marketinginstrument verwendet wird, wird der Dialog ausgebremst.
Die Studie hat auch hervorgebracht, dass Facebook relativ wenig Resonanz erzeugt im Vergleich zu Twitter oder YouTube. Die geringste Resonanz wird mit Blogs erreicht, was aber auch nicht groß verwundert.
Die Resonanzanalysen übersehen meiner Meinung nach, dass Twitter z.B. ein ganz anderes Userprofil hat als jetzt Facebook. Twitter benutzen viele User als Wissensspeicher, Suchmaschine und Newsgenerator. Facebook dagegen wird fast nur privat und just for fun genutzt. Die Resonanz bei Blogs hängt sicher sehr stark vom Thema ab und kann auch nicht direkt mit den sehr schnellen Kommunikationswegen von Twitter und Facebook konkurrieren.
Die folgende Anleitung für eine Wordpressinstallation geht natürlich auch mit allen anderen Webhosts:
Schritt 1:MySQL Datenbank bei 1&1 anlagen
Die Datenbank könnt ihr bei 1&1 unter 1&1 Webhosting >> Hompage/Anwendungen >> MySQL Datenbank >> Neue Datenbank anlegen.
Datenbankname eingeben z.B. Wordpress.
Passwort eingeben und merken!
Datenbankname, Hostname, Benutzername und gemerktes Passwort bereit halten.
Schritt 2: Wordpress installieren
Unter Wordpress.org könnt ihr euch die neuerste englische oder deutsche Version von Wordpress runterladen.
Den Ordner entzippen.
Die Datei wp-config-sample.php mit einem Texteditor öffnen und Datenbanknamen, Hostnamen, Benutzernamen und Passwort eintragen. Achtung die Anführungszeichen müssen bleiben!
Die wp-config-sample.php unter wp-config.php abspeichern.
Per ftp oder direkt im 1&1 Webspace-Explorer den Wordpress-Ordner in das Rootverzeichnis von 1&1 kopieren.
In den Browser folgende URL eingeben: http://DEINEDOMAIN/wordpress/wp-admin/install.php
Wordpress führt dich jetzt durch die ersten Schritte und legt die ersten Tabellen in der Datenbank an.
Schritt 3: Wordpress im Unterverzeichnis – Blog direkt über die Domain ansprechen
Kopiert die index.php aus dem Wordpress-Ordner in das Rootverzeichnis von 1&1.
Index.php mit einem Texteditor öffnen und require(‘./wp-blog-header.php’); in require(‘./wordpress/wp-blog-header.php’); umbennen.
Im Wordpress Backend unter Einstellungen >> Allgemein >> Blog Adresse (URL) DEINEDOMAIN eintragen.
Jetzt ist deine Wordpress Website unter deiner Domain zu erreichen.