01/07/2011

Revolution 2.0 von Prof. Dr. Peter Kruse

Aktuell durchforste ich das Web nach vorhandenen Analysen, Vorträgen und Präsentationen, die sich mit wissenschaftlicher oder zumindest analytischer Perspektive, dem Social Web nähern. Einer der ersten Suchergebnisse für “Social Media Gesellschaft” ist auf Penzweb.de der Vortrag Revolution 2.0 von Prof. Dr. Peter Kruse. Dass die Präsentation schon zwei Jahre alt ist, macht das Review um so spannender.

Schaut euch in Ruhe das Video an und dann blättert danach schnell noch durch die Präsentation.

Lpr Forum Medienzukunft

Prof. Kruse steigt in die Präsentation ein, wie man vor zwei Jahren eben noch solche Präsentationen beginnen musste, indem er die unglaublich hohe Userzahl und deren Vernetzung sowie die Wachstumsgeschwindigkeit von Social Media zeigt. Damit und vielen weiteren Beispielen stütz er seine These der Machtverlagerung durch Resonanzbildung.

Richtig spannend wird der Vortrag aber erst nach 20 Minuten, wenn Prof. Kruse noch mal betont, dass Social Media Kampagnen eben Resonanz fähig sein müssen, damit diese erfolgreich werden können. Die Initiatoren bedürfen Empathie und ein hohes Verständnis von Netzwerken um die Macht des Social Web wirklich nutzen zu können. Anschließend zeigt er auch noch mit der Maslowschen Pyramide, dass sich auf der Suche nach Sinn, die Qualität im Social Web durchsetzen wird.

Am Beispiel des “Uni brennt” Protestes in Wien belegt er, dass Hierarchie und Netzwerk nicht zwei einander widersprechende Dinge sondern zwei Aggregatzustände eines Systems (politisches System) sind. Er kreiert den spannenden neuen Begriff der Netzwerkkompetenz neben der Medienkompetenz, die man doch für den Ideenfindungsprozess nutzen solle.

Das letzte Kapitel über die Akzeptanz von Social Media bei Digital Natives vs. Digital Visitors war dann nicht mehr überraschend.

Anscheinend sprach Prof. Kruse vor einem Publikum aus Wirtschaftsvertretern und deshalb fällt mein Urteil über den Vortrag nicht zu hart aus. Er hat natürlich nur an der Oberfläche gekratzt und vor allem mit Beispielen plakativ überzeugen wollen. Dennoch hat er mein Interesse an seinen Arbeiten geweckt und ich werde bis zu meinem nächsten Post mich noch mehr mit Prof. Dr. Peter Kruse und seiner Sicht auf das Social Web beschäftigen. Auch weil Prof. Kruse zu den amüsanteren seiner Art gehört und schon vor zwei Jahren recht schlaue Sätze über Social Media sagen konnte.

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