Die Carl von Ossietzky Universität in Oldenbourg hat eine empirische Studie durchgeführt mit der Fragestellung “Wie nutzen Deutschlands größte Marken Social Media?” Ich hab mir die Studie durchgelesen und geb euch ein kurzes Abstract davon:
- 60% der größten Marken verwenden Social Media.
- Nur 5% davon benutzen Facebook, Twitter, YouTube und Blogs zusammen.
- Twitter ist das beliebteste Social Media Instrument.
- Unternehmen aus Telekommunikation und Unterhaltungselektronik sind führend.
- Je aktiver ein Unternehmen in Social Media ist, desto größer ist die Resonanz der Internet User.
Vor allem der letzte Punkt hat mich nun genauer interessiert und werde diesen hier kurz ausführen:
Grundsetzlich kann die These bewiesen werden, dass viel Aktivität zu viel Resonanz führt. Jedoch ist das nicht durchgängig der Fall. Die Marken Hornbach, Friendscout24 und T-Mobile hatten zwar eine hohe Aktivitätsrate aber nur geringe Resonanz. Man müsste sich jetzt im Detail ansehen, ob hier die falsche Strategie gewählt wurde. Denn eines ist klar, sobald Social Media als reines Marketinginstrument verwendet wird, wird der Dialog ausgebremst.
Die Studie hat auch hervorgebracht, dass Facebook relativ wenig Resonanz erzeugt im Vergleich zu Twitter oder YouTube. Die geringste Resonanz wird mit Blogs erreicht, was aber auch nicht groß verwundert.
Die Resonanzanalysen übersehen meiner Meinung nach, dass Twitter z.B. ein ganz anderes Userprofil hat als jetzt Facebook. Twitter benutzen viele User als Wissensspeicher, Suchmaschine und Newsgenerator. Facebook dagegen wird fast nur privat und just for fun genutzt. Die Resonanz bei Blogs hängt sicher sehr stark vom Thema ab und kann auch nicht direkt mit den sehr schnellen Kommunikationswegen von Twitter und Facebook konkurrieren.


